Oh Schreck, oh Schreck mein Handschuh ist weg!!!

Alles O.K.

Heute Nacht setzte ich meinen Handschuhe, einen Icebreaker Unisex Glove 320 aus 100% Merinowolle (320g/m²), einem unfreiwilligen Überlebenstraining aus: Ich hatte ihn abends auf der Straße verloren!! Morgens als ich wieder in die Kälte raus musste, stellte ich fest, dass meine Handschuhe nicht mehr da waren. Im Auto fand sich dann den Einen. Ich hatte die Suche direkt auf um den Smart herum ausgeweitet und fand ihn schließlich mitten auf der Straße. Plattgedrückt. Ich kratzte ihn schnell vom Asphalt und packte ihn liebevoll in den Fußraum meines Autos direkt unter die Heizung.

Mir war soetwas ähnliches schonmal passiert. Damals hatte ich in Ischgl einen gestrickten Joop-Rollkragenpulli auf einem Parkplatz verloren. Als ich ihn am nächsten Morgen wieder fand, war er nicht mehr zu retten….

Wäre er ein Icebreaker gewesen, dann hätte ich ihn sicherlich noch heute!! Meinen Icebreaker Handschuhen ist nämlich nichts passiert. Nicht eine Masche wurde ihnen gekrümmt!!! Allerdings bin ich sehr froh, dass die Icebreaker-Produkte in der Waschmaschine gewaschen werden können :)

Ich weiß garnicht wie das passieren konnte. Die Handschuhe sind ein Weihnachtsgeschenk von meinem Süßen. Immer wenn ich sie trage, dann habe ich das Gefühl, als würde ich mit ihm Händchenhalten. Ich verspreche hoch und heilig, dass ich besser auf sie Acht und sie nie wieder aus der Hand geben werde!! Love u ッ

 

Global

Berlin 52°33´N | 13°22´O

London 51°31´N | 0°05´W

Barcelona 41°23´N | 2°11´O

New York City 40°45´N | 74°00´W

Venice 45°26´N | 12°20´O

Valdobbiadene 45°26´N | 12°20´O

Dolomiti 46°32´N | 12°8´O

Amsterdam 52°22´N | 04°53´O

Paris 48°52´N | 2°21´O

Hongcun 30°00′13″N | 117°58′54″E

Chinesische Mauer 40° 20′ 37.08″ N | 116° 0′ 5.89″ E

Shanghai 31° 12′ 0″ N | 121° 30′ 0″ E

Havanna 23° 7′ 21″ N | 82° 23′ 11″ W

 

 

 

Tauchabenteur im Roten Meer

Wie bereits in einem älteren Blog-Eintrag erwähnt, hatte ich mich zu einem Tauchkurs (OWD) angemeldet. Außerdem hatte ich damals verlauten lassen, dass die kleinen Fische von Santa Lucia ja sehr nett waren, ich mich aber bald aufmachen wollte zu Größerem! Nun war es soweit. Wir waren für eine Woche in El Gouna am Roten Meer in Ägypten. 6 aufregende Tage Tauchen auf einem Tauchboot.

Ich möchte auf ein paar Erlebnisse eingehen, chronologisch gegliedert nach Tauch-Spot:

Dolphin House: Hier fanden meine OWD III + IV Tauchgäne statt und die ersten, bei denen ich die Umgebung und die Fische wahrgenommen habe. Ein kleiner schwarzer Kofferfisch hat mich durch die schwerste OWD-Übung begleitet, das Maske abnehmen-aufsetzen-ausblasen. Fasziniert von meinem kleinen neuen Freund hatte ich meine Angst komplett abgelegt. Neben Blaupunktrochen, Flötenfischen und natürlich einer Muräne haben wir auch ein Krokodilsfisch gesehen, den ich schon recht aufregend fand. Aber er war nicht so spannend wie ein Rudel kleiner Korallenwelse, der sich kugelförmig über den Sandboden “gerollt” hat und aus der Ferne aussah wie etwas Größeres. Unglaublich rafiniert!

Außerdem haben wir hier noch unseren Nachttauchgang für den AOWD gemacht. Dicke Kugelfische haben auf den Korallen geschlafen, faule Papageienfische haben in den Spalten des Riffs gepennt, andere sind am Boden herumgelegen, wie zwei Drachkopffische. Für eine etwas unheimliche Stimmung sorge das grün-graue Licht und die vielen Seeigel, die aus ihren Höhlen herausgekrochen kamen. Vereinzelt gab es noch Feuerfische zu sehen, die sich aber widererwartend nicht für uns und unsere Taschenlampe interessiert haben. Auf dem Rückweg haben wir unsere Taschenlampen ausgeschaltet und haben in der Dunkelheit Plankton zum Leuchten gebracht. Hierfür haben wir mit unseren Händen schnell vor dem Körper gepaddelt. Leider war aber nicht sehr viel davon im Wasser, weshalb auch der Schweif, der von den Flossen des Vordermanns ausgehen sollte, eher mager ausfiel.

Eigentlich soll Dolphin House, wie sein Name verspricht, ein Garant für Delfine sein. Wir hatten aber leider kein Glück – was uns aber auf Grund der vielen Boot hier auch nicht wundert… und wir sollten später noch sehr viel Glück haben ;)

(Photograph by Christof, http://www.taucher.net/photodb/Korallen-Welse_uwfoto2927.html & Sandy, Action & Dive)

Poseidon Garden: Nach erfolgreichem Abschluss des OWDs durfte ich heute als vollwertige Taucherin zum ersten Mal im Buddy-Team mit Marco tauchen :) Das Tauchgebiet war ein sehr weitläufiger Korallengarten, überden man geschwebt ist, um die Unterwasserwelt darunter zu beobachten. Auf dem Rückweg sind wir an einer wunderschönen Wand entlang getaucht.

Leider sind Riesen-Kugelfische nicht sonderlich fotogen. Wenn man ihnen aber unter Wasser begegnet, dann sind sie sowas von drollig – fast schon mopsig ;)

Siyul Kebira: Hier fand unser AOWD 30m-Tieftauchgang statt, der ziemlich unspektakulär verlief. Wir sind eine Sandbank entlang abwärts getaucht, auf 30m mussten wir eine Rechenaufgabe auf Zeit lösen und haben Eigelb-Ping-Pong gespielt. Leider blieb bei allen von uns die erwartete Tiefenkrankheit aus… Zwei Tage später waren wir nochmal hier und dieser Tauchgang war weit aus spektakulärer. Neben Panzerknacker-Kugelfischen und Riesenkugelfischen, gab es eine Seeschlange für geübte Taucher zu sehen. Außerdem sind wir hier E.T. dem Oktopus begegnet, eine Begegnung der anderen Art. Er saß gemütlich aufrecht in einer Korallenspalte und hat uns angesehen. Zusammengefasst war Siyul Kebira der schönste Tauchplatz an dem wir waren. Sehr große Fischvielfalt, bunte Farben und eine gute Sicht (wenig Schwebeteilchen).

El Gilwa: Super fröhliches, lebendiges, wusseliges… glückliches Riff. Hier haben wir unsere erste Schnecke entdeckt. Sie hatte ein blau-weißes Kuhflecken-Muster. Total süß die Kleine – und zu ihrer rechten saß eine fauchende Muräne, die mich, zum Erstaunen von Marco, nicht aus der Ruhe gebracht hat. Vielmehr war ich über die Putzer in ihrem Mund verwundert, das hatte ich vorher auch noch nicht gesehen. Hier ist mir auch noch ein weiteres Lieblingstierchen begegnet: die Moses Seezunge (eine Flunder).

Tauchschule: Action & Dive, Nürnberg: Ich habe meine theoretische Ausbildung und den Schwimmbadteil in Nürnberg gemacht und habe dann mit der selben Tauchschule diese Reise ins warme Wasser gemacht um mit dem Freiwasserteil meinen OWD abzuschließen – und den AOW gleich dranzuhängen!! Ich bin ein recht mutiges Wesen, aber nur wenn ich die Gafahr abschätzen kann und Sicherheit geht bei mir immer vor. Bei Aktivitäten wie dem Tauchsport ist ein gute Ausbildung überlebenswichtig. Für mich und meinen Buddy. Unter der Aufsicht von Stefan, Sandy und ihrem Team und dem Wissen, das sie mir Schritt für Schritt mitgegeben haben, habe ich mich immer sicher und wohl gefühlt! Ich hatte keine große Angst vor meinem ersten Tauchgang im Meer, vor dem ausblasen der Maske, unserem Tieftauchgang – nicht einmal vor dem Nachttauchgang!! Alleine die Begeisterung, die die beiden ununterbrochen mit uns austauschten, macht richtig Bock auf so viel mehr Tauchabenteuer. Und bei dem ganzen Ernst der Ausbildung, kam der Spaß niemals zu kurz!! Ich kann Action & Dive (& Fun) nur weiterempfehlen! www.action-and-dive.de

Tauchbasis: Blue Brother Diving: Die Tauchbasis und ihr Naßbereich liegen direkt in der Marina und unweit vom Hotel. Ihre Tauchboote, die Darwish & die gecharterte Abydos, sind Luxus pur. Wir hatten sie alleine für uns (13 Taucher). Riesiges Sonnendeck, großer Salon fürs leckere Mittagessen und jede Menge Platz fürs Equipment. Kein Gedränge beim Fertigmachen für die Tauchgänge, genügend Flaschen für Alle. Außerdem eine nette Crew, die uns immer ins Wasser und wieder heraus geholfen hat. Die gute Ausstattung der Darwish hat uns ermöglicht, dass wir einen Strömungstauchgang aus dem Zodiac machen konnten und einen Abend konnten wir direkt draußen bleiben und einen Nachttauchgang dran hängen. Sandy, Mustafa, Mahmoud & ihr Team kann ich euch nur empfehlen!!!  www.bluebrothersdiving.de

Hotel: Ali Pasha Hotel: Ich fand, es ist das ideale Hotel für Taucher. Außer einem kleinen Pool und einem sauberen ruhigen Schlafplatz mit Klimaanlage hat es nichts zu bieten, aber was braucht man als Taucher mehr. In El Gouna verbringt man eh den ganzen Tag auf einem Tauchboot. Das Frühstück hätte vielleicht ein wenig mehr hergeben können, auch etwas Variation. Aber es hat alles, außer der Kaffee, geschmeckt und ich bin jeden Morgen satt geworden. Die Zimmer waren sehr sauber, man hatte eine Minibar, in der wir den Rum aus dem Duty-Free-Shop kaltstellen konnten. Wir haben jeden Tag extra frische Badetücher fürs Boot bekommen. Nettes Personal. Tolles Bett – mir hats gefallen :)

Restaurants: Tandoor: Restaurant im Hotel – oder besser gesagt im Frühstückssaal von unserem Hotel. Ich fand das Essen hier sehr lecker. Nur die Burger in Down Town waren besser. Leider weiß ich den Namen nicht mehr, aber es war links neben dem Aquarium und hatte einen Pool in der Mitte. War eher ein Pool-Bistro, sehr chillig und sehr lecker. Unbedingt zu empfehlen. Hier in Down Town gibt es auch einen Supermarkt, der Bier mit Alkohol verkauft. Wenn man mit dem Tok Tok nache El gouna Down Town fährt, dann schmeißen die einen auf einer Kreuzung raus, wo ein Busch in der MItte steht. Wenn man dann in Richtung Hauptplatz läuft, kommt man direkt auf einen Supermarkt zu. Davor biegt man links ab, lässt den Supermarkt also rechts liegen. Nach etwa 50m kommt dann auf der rechten Seite, etwas nach hinten versetzt, noch ein Supermarkt. Hat bis Mitternacht geöffnet und sogar bei Stromausfall ;) Und dann gab es da noch die Törtchen. Ein schweizer Feinbäcker oder so. Liegt direkt in der Marina und sollte der direkte Weg vom Tauchboot an Land sein! Ich mochte am liebsten das Bananentörtchen (und Vorsicht mit dem Tiramisu im Wind!!) Cappuccino und Milchshake sind hier auch sehr lecker.

El Gouna war nett, war halt wie Disney Land. Was ich sonst so von Ägyten gesehen habe, hat mich ziemlich enttäuscht. Zwischen El Gouna und dem Flughafen Hurghada gab es irgendwie nur Bauruinen und Müll zu sehen. Zum Tauchen war es klasse, aber ansonsten sollte man nicht zu viel erwarten ッ

 

Regenwetter ist schönes Wetter!


Leider zeigt das Regenradar keine Regenfront, die sich unaufhaltsam in Richtung Nürnberg bewegt. Gestern haben wir uns Regenjacken gekauft, besser gesagt das Haglöfs Electron Jacket mit Gore-Tex® Pro Shelllayer/Paclite®-Mix in “Sunset Orange Rush” bzw. “Deep Red Fire”, mit einer Wassersäule von 28 000mm. (Hört sich gut an, oder?) Hierzu ein kleiner Auszug aus Wikipedia: “Nach der europäischen Norm EN 343:2003 („Schutzkleidung gegen Regen“) ist ein Produkt mit Wassersäule ab 800 mm „wasserdicht (Klasse 2)“ und ab 1.300 mm „wasserdicht (Klasse 3)“. Die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) in St. Gallen in der Schweiz geht davon aus, dass ein Funktionsmaterial ab einer Wassersäule von 4.000 mm wasserdicht ist. Beim Sitzen auf feuchtem Untergrund wird ein Druck aufgebaut, der ca. 2.000 mm Wassersäule entspricht. Beim Knien in der Hocke drücken schon ca. 4.800 mm Wassersäule auf die Bekleidung.” Können wir also unserem neuen High-Tech-Jäckchen trauen? Nö, wir wollten es genau wissen, bevor wir das nächste Mal wieder im Regen stehen gelassen werden. Da leider kein Regen in Sicht war, haben wir es unter Extremstbedingungen unter unserer Dusche getestet. Das repräsentative Urteil lautet: Wasserdicht! Da geht nix durch –  Das Gewebe ist einfach zu fein für die dicken Wasserteilchen! Ab sofort ist schönes Wetter Regenwetter

Enzianhütte – Family-Wochenende auf 1804m

Wir haben das Schöne gesucht und das Besondere gefunden: Freitag sind wir von Einödsbach über die Petersalpe zur Enzianhütte aufgestiegen. Family-Wochenende auf 1804m. Die 900 Höhenmeter haben wir Dank unserer tollen neuen Bergschuhe in 2h 45min erfolgreich erzwungen.

Auf der Enzianhütte erwartete uns ein großartiger Service. Bereits als wir die letzte Kuppe vor der Hütte erreicht hatten, kam uns die Kellnerin entgegen und hat gefragt: “Was wollt ihr trinken?” Genial. Mit dem Erreichen der Enzianhütte stand also schon unser kühles Bier auf dem Tisch und hat auf uns gewartet!!
Wir haben uns dann in die Sonnenliegen gelegt und den Blick ins Tal genossen, von wo wir hochgelaufen waren. Einfach super entspannt!

Der komplette Aufenthalt war zu jeder Tageszeit ein kulinarischer Schmaus. Von frischem Fisch aus dem Teich vor der Hütte, über Käsefondue, Kaiserschmarn bis hin zum Müsli zum Frühstück. Alles unglaublich lecker!!

Am nächsten Tag haben wir einen “Spaziergang” zur Rappenseehütte gemacht. Der Weg führt in ca. 90min über Schneefelder, Wasserfälle und Serpentinen auf 2091 m, wo man “dem Himmel (noch) ein Stückchen näher” ist.
Leider hatten wir ziemliches Pech mit dem Wetter und strömenden Regen, weshalb uns die leckere Gulaschsuppe umso besser geschmeckt und uns Mut für den Heimweg gemacht hat. Den haben wir dann entlang des Rappensees angetreten.

Zurück auf der Enzianhütte waren wir heiß auf die heiße Sauna, bzw 4min-Heiß-Duschen für 2,50eur!! Das Geld war nie besser investiert. Übrigens wärmt der selbst angesetzte Schnaps vom Hüttenwirt auch ganz gut von Innen ;)

Gegen später hat es dann sogar noch angefangen zu Schneien. Mitten im Juni. Einmalig. Toll waren dann die schneebedeckten Kämme der umliegenden Berge.

Zur Ausrüstung möchte ich sagen, dass man unbedingt wasserdichte Bergschuhe mit griffiger Sohle die über die Knöchel gehen tragen sollte. Ich trage den “Meindl San Diego Lady GTX” mit Falke TK1W (stylisch perfekt in hellbraun). Der läuft sich wie auf Wolken. Absolut Wasserdicht, gutes Abrollverhalten auch mal auf Asphalt, griffige Vibram-Sohle im Gelände. Ich habe das Nubukleder allerdings gewachst, sodass er eine glatte Oberfläche hat und somit das Wasser besser abweist und schneller trocknet. Er erhält dadurch eine schöne dunkelbraune Patina. Außerdem entlasten und erleichtern Stöcke, vorallem den Abstieg, ungemein.

Wir möchte dieses Jahr unbedingt noch einmal hin. Diesesmal allerdings über die Kemptener Hütte und den Heilbronner Weg. Hoffentlich spielt das Wetter im Oktober noch mit.

Wir hatten ein geniales und unvergessliches Wochenende bei der Familie Schwegler. Danke ッ

Berghain öffne dich!

Ins Berghain zu gehen, ist ja schon verrückt. Zur Afterhour hinzugehen ist dagegen ganz normal – aber morgens frisch geduscht und ausgeschlafen, das ist einfach zu extrem!! Wir wollten letzten Freitag in die Panoramabar zu Luciano. Als der Timetable stand und wir herausgefunden haben, dass er erst um 9 Uhr morgens spielen sollte, haben wir uns dazu entschlossen, abends brav ins Bett zu gehen und uns morgens um 6 Uhr zum Frühstücken zu verabredet. Frisch geduscht und wohl genährt sind wir also mit dem Taxi los in Richtung Berghain. Immer das dumme Gefühl im Magen, wir könnten nicht reinkommen… Seid ihr dem Türsteher schonmal nüchtern und bei Tageslicht unter die Augen getreten?! Damit er also nicht sehen konnte wie nüchtern wir waren, haben wir es mit großen Sonnenbrillen versucht. Zu unserer Überraschung gab es keine Schlange, wobei wir uns somit auch nicht hinter irgendwelchen Hemdenträgern verstecken konnten, von den wir wussten, dass sie nicht reinkommen und somit unsere Chancen erhöhen würden. Wir haben in sicherem Abstand zur Tür noch ein paar Minuten gewartet, aber leider waren keine Opfer in Sicht. Also sind wir total genervt und gelangweilt zur Tür geschlendert. Haben völlig desinteressiert uns mit Sicherheitsabstand zum Speaker platziert… und da war es plötzlich, das “Bitte!” Puh, erstmal durchatmen. Als wir dann die Panoramabar betreten haben, habe ich mir wieder meine Sonnenbrille herbei gewünscht. Frisch geduscht und völlig nüchtern habe ich mich wie ein paar nagelneue weiße Turnschuhe zwischen Profis gefühlt. Unser erster Gang war zu Bar und dann nahm dieser endsgeile Morgen seinen Lauf. Dass es erst 7 Uhr war, das hatten wir schnell vergessen….

Und das Beste ist, wenn man gegen Mittag den Laden wieder verlässt, dann hat der Samstag erst begonnen und man kann noch jede Menge unternehmen…

Happy Birthday Ulla ッ

Quallen und andere Lieblingstiere

Ich habe ein neues Lieblingstier – die Qualle. Die Qualle ist ein völlig verkanntes Tierchen, weil man mal wieder nicht über ihren Horizont hinaus aufs offene Meer schaut, sondern nur die (Ohren-)Quallen wahrnimmt, die am Badestrand angespült werden. In Wirklichkeit sind es faszinierende Tierchen – sie vereinen Häkeldeckchen und Las Vegas!

Zugegeben, tagsüber machen die Quallen am Strand keine gute Figur – weißbäuchig, aufgedunsen, faul liegen sie herum. Im offenen Meer sind es aber filigrane wunderschöne Wesen, die mit einer pulsierenden Schirmbewegung und Leichtigkeit durchs Wasser tänzeln. Von ihnen geht eine ganz besondere und mystische Schönheit aus. Wenn ein Feind sich nährt oder es Nacht wird, dann knipsen sie ganz frech ihre Lichter an.

Tatsächlich glaubt man, dass 90% aller Meeresbewohner leuchten können. Deren Licht ensteht meistens durch Biolumineszenz, wo das Enzym Luciferase das Protein Luciferin spaltet und dabei Energie in Form von Licht frei wird.  Die Qualle verfügt über ein besonderes Protein, das Aeqorin, das mit Kalzium recycelt werden kann und daher nicht verbraucht wird. Biolumineszenz erfordert kein UV-Licht wie die Fluoreszenz um die chemische Reaktion auszulösen, weshalb die Quallen auch leuchten können ohne das Tageslicht gesehen zu haben.

Sehr faszinierend muss auch das Meeresleuchten sein. Hier fangen Dinoflagellaten (Einzeller) im Plankton an zu leuchten und übersehen den Strand und die Wellen mit blauen Punkten. Mystisch… oder gespenstisch. Weil man früher dachte, dass das Licht von bösen Geistern kommt, hat man das Enzym und Protein, das für das Leuchten verantwortlich ist, nach dem Teufel Lucifer („Lichtbringer“) benannt.

Tintenfische leuchten um sich zu tarnen und nicht als leichte Beute erkannt zu werden. Allerdings tun sie das mit Bakterien, die sie erst einfangen und dann in ihrem Leuchtorgan halte wie Sklaven. Es ist nämlich so, dass wenn man den Tintenfisch von unten in Richtung Wasseroberfläche bei Mondschein sehen würde, dann könnte man deutlich seine schwarze Gestalt wahrnehmen, wenn seine Unterseite aber anfängt zu blinken, dann glitzern er im Mondschein dahin. Raffiniert!

Ich finde, es ist eine tolle Geschichte :)

Übrigens kann man unter anderem „Gepunktete Wurzelmundqualle“ im Aquarium Berlin beobachten. > Website Zoo-Aqarium Berlin

Oder man hat den Mut zu einem Nachttauchgang – ich freu mich drauf ;)

(Left Photograph by Djtommy, right Photograph by helmuthess, http://view.stern.de)

Kennst du schon Hugo?

Über Wasser hat man doch schon viel gesehen, aber was geht Unterwasser so ab? Auf Kuba in Playa Santa Lucia, wo das zweitgrößte Riff der Welt vorgelagert ist, haben wir einen kleinen Eindruck bekommen. Neben wunderschönen Feuerfischen und Rochen sind wir dort einem Kugelfisch begegnet, der uns mit seinen großen Augen und seinem unwirklich knuffigem Wesen angestarrt hat. Er hat uns zu unserem Logo inspiriert – er heißt übrigens Hugo ;)
Aber das sind ja noch kleine Fische, wir wollen große Fische!! Deshalb gehts nächste Woche auch mit dem Tauchkurs los und wer weiß, vielleicht begegnen wir eines Tages auch dem Kerl auf dem Foto! Amazing!!!

Cayo Guillermo (die Insel im Sturm)

Playa Pilar soll angeblich der schönste Strand von Kuba sein. In Wirklichkeit besteht er aus einem schmalen Streifen superweichem Strand und einer Strandbar, die sich in den Dünen und einem Palmenwald befindet. Entfernt man sich ein wenig von dieser Bar, trift man auf angeschwemmten Müll. Wir hatten eine lustige Zeit, aber einen Traumstrand haben wir hier leider nicht vorgefunden. Allerdings kann man unweit von der Küste erkennen, wie sich die Wellen brechen. Nicht weit von der Küste muss sich ein Riff befinden und hätten wir schönes Wetter gehabt, wären wir sicherlich hin geschnorchelt, was den Strand dann doch wieder zum Traumstrand machen würde ;)

In den Mangroven, auf dem Rückweg nach Cayo Coco, kann man Flamingos beobachten – wenn man nicht im kältsten Winter aller Zeiten reist und die Flamingo sich daher ein wärmers Plätzchen gesucht haben!